MEINE ERSTE "UNTERZUCKERUNG"



In meinem '20 Facts about my Diabetes' Post hatte ich schon bereits etwas über meine erste
Unterzuckerung geschrieben! Ich glaube aber dass das Thema etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt
als nur ein kleiner Kommentar - deswegen werde ich für euch das Ereignis doch noch mal näher beschreiben. Warum habe ich Unterzuckerung in Anführungszeichen gesetzt? Weil es für manche bestimmt  noch keine richtige Unterzuckerung ist, die schon schlimmeres erlebt haben und vielleicht jetzt über  meine erste Erfahrung etwas schmunzeln können :)





So wie fange ich denn jetzt mal am besten an? Ich weiß nicht mehr genau an was für einem Tag das war,  aber ich erinnere mich das es kurz vor der Weihnachtszeit des letzten Jahres war. Ich erinnere mich noch ganz genau. Es war keine große Unterzuckerung, da ich es zum Glück schnell gemerkt habe. 

Ich war mit meiner Freundin bei meinem Freund und wir haben zusammen gegessen. Dann fiel mir  ein das ich etwas Zu hause vergessen hatte (und da wir ja Jung und unabhängig sind) haben wir uns in das Auto meiner Freundin gesetzt und sind schnell zu mir gefahren. Als ich aus dem Auto ausstieg und zu mir hoch in die Wohnung gelaufen bin habe ich ein zitteriges Gefühl in meinen Beinen und Armen gespürt. 



Als ich dann wieder bei meiner Freundin im Auto saß konnte ich nicht mehr richtig und nur verschwommen sehen (Es fühlte sich wie in der Disco an wenn das Licht ständig flackert und du alles nur noch in Zeitlupe sehen kannst) dazu habe ich noch einen plötzlichen Schweißausbruch bekommen und Herzrasen. Ich habe meinem Freund und meiner Freundin davon erzählt und sie haben mich natürlich erstmal zum Messen verdonnert. Mein Wert lag bei 70 - das ist zwar noch keine große Unterzuckerung, aber machte sich sehr bei mir bemerkbar (Auch wenn das Motto eigentlich heißt: Erst Essen und dann Messen!). Als ich den Wert auf meinem Messgerät saß kam mir ein Gedankenblitz: Ich habe vergessen meinem Faktor mit zu berechen und habe mir somit das Doppelte gespritzt. Sofort wurde meine Notfallbox auf meiner Handtasche geholt und eine  Caprisonne und ein Schokoriegel wurden mir zum Lebensretter . 
Ich habe nur noch gelacht und  irgendwelche komischen Sachen gesagt. Mein Freund konnte damit nicht  richtig was anfangen und war eher ruhig, während mich meine Freundin eher ausgelacht hat (wenigstens  hatten wir etwas zusammen Spaß in dem Moment). Nach einer gewissen Zeit, paar Schokoriegeln und meinem komischen Verhalten waren meine Werte wieder im Top Bereich.  
Ich war so froh das die beiden bei mir waren. 


Das war damals meine erste und bis jetzt auch die schlimmste Unterzuckerung die ich bis jetzt hatte.
Bis auf das zitterige Gefühl in den Beinen und Armen hatte ich bis jetzt noch keine anderen Symptome noch einmal. "Zum Glück" bekomme ich das Hypogefühl schon sehr früh (bei werten von 90 fängt es an) und kann somit solch eine Unterzuckerung bis jetzt immer vermeiden. Und darüber bin ich auch ganz glücklich, denn so etwas muss ja nicht sein, dass man nicht richtig sehen kann und man nicht ganz selbst ist. Mir war es auch danach etwas unangenehm das mich die beiden so gesehen haben, denn ich habe echt komische Sachen gemacht, aber eigentlich braucht es mir nicht unangenehm sein und das haben mir die beiden danach auch oft nochmal gesagt, denn es ist etwas wofür wir nichts können und was nun zu uns gehört und so etwas kann nun mal passieren.
Die Menschen die uns so akzeptieren sind doch die besten oder? 






Wie war Eure erste Unterzuckerung?

1 Kommentar:

  1. Bei mir ist das oft so, dass ich bei eigentlich "kleinen" Unterzuckerungen mich schrecklich fühle, und dann kommt es auch vor, dass ich irgendwo bei 40 herum bin und mich wie 80 fühle... ich vermute das hängt davon ab, wie schnell der Zucker sinkt...

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