Neue Diagnose im Krankenhaus


Wie Ihr ja wisst musste ich am 01.02. wieder ins Krankenhaus.
Ich berichte Euch heute von den Tagen und das was natürlich jetzt raus kam :)


Zum Glück habe ich eine Mama, die sich immer die Tage frei nimmt, wenn ich im Krankenhaus bin und dann den ganzen Tag bei mir verbringt!  Also sind wir am 01.02. früh morgens zusammen zum Krankenhaus gefahren und sind davor noch schnell zu DM und haben die letzten kleinen Sachen fürs Krankenhaus gekauft. 


Als ich dann um 11 Uhr in das Zimmer konnte habe ich mich im ersten Moment super gefreut, dass ich das Bett an der Fensterseite hatte! Ich mag es nicht das Bett an der Schrankseite zu haben, weil ich mich dort dann immer etwas eingeengt fühle. 


Mit meiner Bettnachberin hatte ich leider nicht sehr viel Glück. 
Es war eine ältere Dame, womit ich eigentlich gar kein Problem hatte, aber sie konnte leider kein Wort Deutsch sprechen und nur ganz wenig verstehen. Das machte eine Kommunikation mit ihr leider unmöglich! Ich konnte nicht mit ihr absprechen ob es ok ist wenn ich das Licht ausschalte oder ect.. Zudem musste sie beatmet werden und der Sauerstoff blubberte die ganze Zeit, wie ein kochender Topf auf der Herdplatte und das leider auch ziemlich laut. 
Meine erste Nacht fing also leider gar nicht gut an - Ich konnte gerade mal ca. 2 Stunden richtig schlafen, da mich das geblubber die ganze Nacht wach gehalten hat und zudem das Nachtlicht die ganze Nacht brannte. Da ich mich ja nicht mit ihr verständigen konnte wusste ich nicht ob ich auch das Nachtlicht, welches die Schwestern immer anmachen wenn sie Nachts den BZ messen und uns nicht mit dem grellen Licht wecken wollen an machen, ausmachen konnte, da meine Bettnachberin den halben Tag immer geschlafen hat und immer wieder Wach wurde. Und da ich es nicht mit ihr absprechen konnte wollte ich das Licht auch nicht einfach ausmachen, weil sie sich so gut wie gar nicht bewegen konnte und das Licht nicht hätte wieder an machen können wenn sie es gebraucht hätte!

Nun aber genug beschwert :) 



Am ersten Tag passierte nicht viel - Die Ärzte nahmen Blut ab und mehr konnten sie noch nicht machen, da sie erstmal auf die Laborwerte warten mussten. Also passierte an dem Tag auch nicht mehr sehr viel, außer das ich ein paar Gespräche mit den Ärzten und meinen Diabetesberaterinnen hatte. Ich muss sagen, dass ich mich gefreut habe bekannte Gesichter wieder zu sehen. Direkt als ich auf die Station kam sah ich 6 Krankenschwestern die auch damals da waren aber sie konnten sich natürlich nicht an mich erinnern. Aber meine Ärzte konnten sich noch sehr gut an mich erinnern und auch meine Diabetesberaterinnen, da ich damals deren erste Patientin auf deren Station war :)

Meine Ärzte und Beraterinen waren etwas überfordert mit mir, da sie auch nicht ganz genau wussten was sie jetzt mit mir machen sollten, da ich damals für sie eine ganz klare Typ1 Diabetikerin war.
Sie konnten sich nicht vorstellen was ich hätte sonst sein können.
Also schlugen sie die Bücher auf und versuchten bei mir durch "Versuche" heraus zu finden was mit mir ist - Eine andere Wahl hatten sie ja nicht. Und es gibt ja keine Besseren Gelegenheiten für sowas als im Krankenhaus unter ständiger Beobachtung und 10.000 BZ messen. 


Nicht nur die Krankenschwestern, die Ärzte und die Diabetesberaterinnen sprechen für das Krankenhaus, sondern auch die wunderschöne Aussicht die man hat. Die Station befand sich zwar nur in der 8. Etage, aber da Berlin nicht all zu hohe Gebäude hat, kann man wunderbar über ganz Berlin schauen und vor allem Abends liebe ich es, wenn die Lichter überall an sind und man morgens den Sonnenaufgang beobachten kann. Eine Unbezahlbare Aussicht!


Was ich zudem an dem Krankenhaus liebe, ist das man das Essen nicht einfach vorgesetzt bekommt, sondern das jeden Tag die "Essensfrau" mit ihrem Wagen an die Zimmer kommt und man sich denn bei Ihr genau aussuchen kann was genau und wie viel man von etwas essen will. 
Das beste Essen was ich in Krankenhäusern bis jetzt hatte!! :)



Am zweiten Tag kamen die Schwestern zu mir rein und meinten das ich bitte meine Sachen packen soll, weil ich in ein anderes Zimmer verlegt wurde. Als ich dann in das Zimmer "Umgezogen" bin, sah ich, dass ich in das Zimmer kam in dem ich damals zur Einstellung war. Es war "Mein altes Zimmer" und ich hatte den Platz am Fenster. Zudem hatte ich ein liebes süßes Mädchen in dem Zimmer, die zwar leider kein Diabetes hatte, aber in meinem Alter war und mit der ich mich die ganze Zeit super Unterhalten und lachen konnte. 

Nun gehöre ich auch zum Club der Roten Bänder ;)

Am zweiten Tag versuchten die Ärzte es bei mir mit Tabletten, die ich immer zum Essen nehmen musste. Ich musste dann nur das Basisinsulin spritzen und zum Essen nichts!
Ich sprang auf die Tabletten an, aber die Krankenkassen übernehmen die Tablette nicht.
Aber es war schon mal ein Fortschritt, zu sehen das es mit weniger Insulin auch funktioniert!


Am dritten Tag bekam ich eine andere Tablette, die den ganzen Tag über wirkt und ich nur morgens nehmen muss. Am Anfang sah es nicht so gut aus, da mein BZ sehr hoch anstieg, aber die Ärzte wollten warten und schauen ob die Tablette erstmal etwas braucht bis sie richtig wirkt und das zeigte sich am nächsten Tag. Am nächsten Tag hatte ich zwar noch etwas erhöhte Werte, aber nicht mehr so hoch wie an dem Tag zuvor.


Als ich damals im Krankenhaus war habe ich natürlich auch Fotos ect. gemacht, doch ein halbes Jahr später war leider mein ganzes Handy gelöscht und demnach auch alle Bilder weg. 
Und als ich dann damals den Post zu meinem Jahrestag des Diabetes geschrieben hatte fiel mir noch mehr auf, dass die Bilder fehlen. 
Dieses Mal wollte ich eine Erinnerung. Ich habe von jedem der mich Besucht hat ein Foto mit der Instax mini 8 gemacht. Eine Erinnerung die bleibt und dabei sich auch noch alle freuen, wenn man sieht wie sich die Bilder langsam entwickeln. 
Aber ich habe nicht von jedem Besuch ein Foto gemacht, weil manche ja mehrmals kamen und z.B. meine Mama, mein Freund und meine Freundin jeden Tag da waren. Und ich musste erst die Filme nachbestellen und sie waren da noch leider nicht da, deswegen musste ich mich auch etwas zurückhalten! Aber trotzdem habe ich viele schöne Bilder gemacht :) 



Und jeden Abend bestellten sich meine Freunde Pizza ins Krankenhaus :) 
Ich habe immer das Brot gegessen und meine Freunde immer Pizza. 
Und da mein Freund auch wirklich immer direkt nach der Arbeit kam und dann auch gar keine Zeit hatte etwas zu essen habe ich ihm dann auch mal eine große Pizza bestellt :)
Ich musste den Krankenschwestern nur versprechen davon nichts zu essen!


In den ersten 2 Tagen haben sich schon eine schöne Menge an Blumen bei mir angesammelt. Zwar nicht so viele wie bei dem ersten Mal, aber ich kann nicht meckern! Mein Freund bringt mir immer wenn ich im Krankenhaus bin jeden Tag einen Blumenstrauß vorbei 

Ich und meine Mama wollten damals schon meine Diabetesberaterin, die sich soo super um mich gekümmert hat einen Blumenstrauß schicken, aber haben es irgendwann vergessen.
Jetzt haben wir meinen beiden Diabetesberaterinnen einen Blumenstrauß geschenkt. 
Sie haben sich sehr gefreut, aber das ist auch das mindeste was ich als Dankeschön tun kann. Ich meine sie haben mir alles beigebracht was ich für das Leben brauche und haben mich bei allem immer super unterstützt und mir mut zu grsprochen und hätten mich nicht besser ausbilden können. 
Ich bin ihnen sehr Dankbar. 



Was aber auf gar keinen Fall fehlen durfte, war mein Schaf. 
Das Schaf hat mir damals meine Mutter gekauft als ich ins Krankenhaus kam.
Seit dem kommt das Kuscheltier, welches ich als Kopfkissen nutze, auf jede Reise mit.
Wie früher als kleines Kind wo man nirendswo ohne sein Kuscheltier hin konnte! :D




Und was habe ich nun ? 

Ich habe eine Sonderform des Diabetes. 
Kein richtigen Typ1 Diabetes aber auch kein Typ2.
Also Typ3!



Fortsetung und mehr zu meiner Sonderform folgt ... 


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